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Tonbandmaschine M063 H

Tonbandmaschine M063 H mit modularer Produktarchitektur

Nach den Revival der Schallplatte findet nun auch das Tonband zurück in die Welt der Musik. Als das qualitativ höchste Medium für analoge Speicherung und Wiedergabe kommt die Magnetbandtechnik aber nicht einfach nur zurück: Sie gewinnt nach über dreißig Jahren, in der sie fast vollständig durch die Digitaltechnik verdrängt und nur durch eine kleine Gruppe von Liebhabern auf der ganzen Welt lebendig gehalten wurde, die Wertschätzung, die ihr immer schon zugestanden hat. Damit nimmt diese Technik einen ganz neuen, besonderen Platz unter den verschiedenen Tonträgerformaten ein. Für Kenner und Audiophile war diese Entwicklung lange überfällig – gilt sie doch als die analoge Tonquelle schlechthin.

Dabei ist Ballfinger nicht nur der weltweit erste Hersteller von neuen Tonbandgeräten im digitalen Zeitalter, sondern bietet neben neuen Konzepten eine Reihe von Lösungen für ganz unterschiedliche Einsatzzwecke an: Von der kompakten M 063 H1 ganz ohne Verstärkertechnik, über die M 063 H3 mit Aufnahmefunktion, bis hin zur vollständig ausgerüsteten M 063 H5 wird bereits jetzt ein weiter Bereich abgedeckt. Zusätzlich steht mit der M 063 HX eine vollständig frei zusammenstellbare Maschine im Portfolio. Bis auf die kompakte M 063 H1 mit ihrem verkürzten Chassis, lassen sich durch die von uns entwickelte Modulstrategie alle Maschinen dieser Baureihe zu jeder Zeit und in vollem Umfang neu konfigurieren. Dabei können sämtliche Komponenten problemlos entfernt, ausgetauscht oder integriert werden.

Die M 063 H ist in allen Varianten ab Mai 2018 verfügbar, kann aber bereits jetzt vorbestellt werden. Ein Onlineshop mit Konfigurator steht ab Februar 2018 zur Verfügung.

 

 

Das Laufwerk der M 063 H wurde für den professionellen Einsatz entwickelt. Zu diesem Zweck verfügt es über sehr drehmomentstarke Wickelmotoren in Scheibenläufertechnik mit modernster Leistungselektronik. Bei dem Capstanantrieb stehen zwei Varianten zur Verfügung: Der technisch ausgefeilte Direktantrieb, ebenfalls als bürstenloser Scheibenläufer mit geringstem Drehmomentripple und enorm hohem Drehmoment für kürzeste Hochlaufzeiten, oder die weniger kostenintesive Lösung mit Riemenantrieb und bürstenlosem DC-Motor, welche den hervorragenden Gleichlaufwerten des Direktantriebs in nichts nachsteht.

Das Chassis der M 063 H besteht aus hochfestem Aluminium, zusätzlich sind die Deckflächen der Grundplatte beidseitig fein gefräst, so das alle mechanischen Elemente des Bandlaufs exakt und nachhaltig in Winkel und Höhe stehen. Kopfblock und Tonköpfe werden so genau gefertigt, dass ein zeitintensives und ungenaues Einpendeln der Tonköpfe entfällt. Die Baugruppen Wickelmotoren, Capstanmotor, Netzteil und Audioeinheit sind so angeordnet, dass die Signalwege kurz gehalten werden, störkritische Komponenten jedoch räumlich voneinander getrennt sind. Umfangreiche Maßnahmen zur elektromagnetischen Abschirmung der Komponenten, insbesondere der Motoren und der Tonköpfe konnten so von vornherein vermieden werden. Alle Baugruppen und Leiterkarten sind beidseitig mit hochwertigen Steckverbindern versehen. Längere Kabel und Signalleitungen sind in einem geschlossenen Kabelkanal mit magnetischer Abschirmung zusammengefasst. So können innerhalb kürzester Zeit an allen Komponenten Servicearbeiten durchgeführt werden ohne angrenzende Kabel oder Bauteile in der Position verändern zu müssen.

Die Produktarchitektur der M 063 H überträgt sich auf das äußere Erscheinungsbild: So liegen der klaren Frontgestaltung nicht nur rein visuell-ästhetische Aspekte zugrunde. Viel mehr ist es das strenge Einhalten eines gut durchdachten Gestaltungsrasters, welches für eine vorbildliche Bedienbarkeit sorgt und das problemlose entfernen wie integrieren von Ausstattungsmerkmalen und deren Bedienelemente ermöglicht.

Alle Elemente für Aufnahme befinden sich rechts und für Wiedergabe links. Die Laufwerksfunktionen sind mittig angeordnet. Hier gilt die Stopptaste für sämtliche Laufwerksfunktionen und erstreckt sich daher über den gesamten Bereich des Tastenfeldes. Ihr einmaliges Drücken bei stehender Maschine lässt die Andruckrolle zum besseren Bandeinlegen absenken. Der Antrieb der Andruckrolle erfolgt durch eine neu entwickelte Servoeinheit und wird, sobald die Position der Andruckrolle erreicht ist, sofort abgeschaltet.

Ebenso arbeiten die mechanischen Bremsen an den Wickeltellern: Mit ihrer geringen Wirkung haben sie lediglich eine Feststellfunktion bei Stillstand. Sie verschleißen daher kaum, werden von modernen Schrittmotoren gelüftet und danach sofort angeschaltet. Der Bremsvorgang aus dem Wickelbetrieb erfolgt über die Motorkraft des ablaufenden Wickels unter Einbeziehung der sensiblen Banzugsensoren.

Die Bandzugsensoren an den Umlenkrollen stellen den Strom der Wickelmotoren ohne Verzögerung ein. Dieses ermöglicht sowohl einen sehr gleichmäßigen Band-Kopf-Kontakt, als auch einen sehr geringen Schlupf an der Andruckrolle. Diese, auf moderner DMS Messtechnik basierenden Bandzugregelung, ist einer der Gründe für die hervorragenden Gleichlaufwerte der M 063 H.

Weitere Informationen zu den Versionen sowie weitere technische Details erhalten Sie auf den jeweiligen Produktseiten durch einen Klick auf die oben stehenden Fotos oder das Menü in der Navigationsleiste.